
ein Überblick
In Zukunft hat es sich der Verein zum Ziel gesetzt, zwanzig AIDS Waisen, davon zehn Mädchen und zehn Jungen im Alter von 4 bis 12 Jahreneinen Kindergarten- oder Schulplatz bzw. eine Ausbildung zu garantieren.

Die Einschreibung der Kinder bei Rayama ist mit einem Notar und einem verbleibenden Elternteil oder einem volljährigen Familienmitglied erfolgt. Diese haben selbstverständlich ein Besuchsrecht und in den Ferien können die Kinder nach Absprache ihre Familien besuchen. Von dem Besuchsrecht wird sehr wenig Gebrauch gemacht, da alle Kinder aus sehr armen Familien stammen, denen es an einer alltäglichen Versorgung für ihre Kinder mangelt. Deshalb sind die meisten Familien zufrieden zu wissen, dass ein Teil ihrer Kinder gut versorgt ist, zur Schule gehen kann und bei Krankheit medizinisch betreut wird. Mit der Unterstützung von Rayama wird ihnen eine Sorge und zugleich eine Last abgenommen.
die BewohnerInnen
Unser ältester ist zehn Jahre alt und heißt Boubakar. Boubakar geht in die dritte Klasse und eine seiner kleinen Schwestern, Sharifa, lebt auch im Kinderhaus. Sharifa geht in den Kindergarten und ist fünf Jahre alt. Der Vater von Boubakar und Sharifa ist an den Folgen von AIDS gestorben und hat seine Frau mit vielen Kindern hinterlassen. Die Mutter ist HIV+, ist in Behandlung und kann die Versorgung ihrer Kinder finanziell nicht gewährleisten. Boubakar geht nicht so gerne in die Schule, da sein Leistungsniveau sehr schwach ist und er kaum französisch spricht. Allerdings ist er sehr musikalisch und beherrscht seine Trommel, die Djembé, sehr gut. Sharifas Leidenschaft ist essen, tanzen und sich schön anziehen.
Ismael, ein sehr stilles und ausgleichendes Kind ist neun Jahre alt und hatte bevor er zu Rayama kam bereits zwei Schulklassen besucht. Er ist in der Schule recht gut und liebt das Fußballspielen. Auch Ismaels Vater ist an AIDS gestorben und die Familiensituation ist ähnlich wie bei Boubakar und Sharifa von Armut geprägt.
Issifou ist acht Jahre alt und hat aufgrund einer Polioerkrankung eine leichte Körperbehinderung. Auch Issifous Vater ist an AIDS gestorben und seine Mutter mußte deswegen und wegen ihres HIV+ Status das Dorf verlassen. Issifou spricht recht gut französisch, geht aber trotzdem nicht gerne zu Schule.
Die Brüder Kader und Abdoulaye , fünf und vier Jahre sind Vollwaisen. Beide Eltern sind an AIDS gestorben und die Großmutter hat alle Kinder ihrer Tochter in ihren Haushalt übernommen. Damit war die alte Frau physisch wie auch finanziell überlastet, so dass sie zwei ihrer Enkel bei Rayama untergebracht hat. Beide gehen in den Kindergarten. Kader ist unser Kalebassenmusiker, mit Schwung haut er den Takt und Abdoulaye bevorzugt es in offenen Autos zu sitzen und Rennfahrer zu spielen.
Unsere beiden Prinzessinnen heißen Leila und Najet. Leila ist fünf und Najet vier. Beide sind Halbwaisen, deren Väter an AIDS gestorben sind und die sehr jungen Mütter sind HIV+. Beide Mädchen gehen in den Kindergarten und haben beide ein sehr ausgeprägtes Selbstbewußtsein, so dass die Jungen schon mal kräftige Bisse oder Schienbeintritte aushalten müssen. Leila wie auch Najet schicken ihre Mütter, sofern sie zu Besuch kommen, weg.
Seit Oktober haben wir einen kleinen Jungen von 2 Jahren aufgenommen. Die Kinderabteilung des Nationalen Krankenhauses Niamey kam mit der Bitte auf uns zu, dieses Kind im Kinderhaus aufzunehmen. Er heißt Alzouma und ist HIV positiv. Seine Mutter ist verstorben und der Vater blieb mit fünf Kindern allein. Er selbst ist auch infiziert und zudem geistig verwirrt. Alzouma ist unser neuer Star und ist von allen Kindern sehr gut aufgenommen worden. Für sein Alter ist er sehr klein, spricht kaum und hat sich allerdings sehr schnell an seine neue Umgebung gewöhnt.